Werner Tübke – Biografie (Kurzform)

 

  • geboren 1929 in Schönebeck an der Elbe als Sohn einer Kaufmannsfamilie
  • Nach einer Malerlehre, dem Besuch der Handwerksmeisterschule in Magdeburg sowie der Nachholung des Abiturs 1946/47 studierte Werner Tübke von 1948 bis 1950 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig.
  • 1950 wechselte er zum Studium der Kunsterziehung an das Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.1953 schloss er mit dem Staatsexamen ab
  • war er von 1954 bis 1963 als freischaffender Künstler tätig
  • Anschließend bereiste er ein Jahr lang die Sowjetunion
  • nach seiner Rückkehr wurde er wieder als Oberassistent in Leipzig eingestellt und 1964 zum Dozenten berufen.
  • 1972 wurde er zum Professor ernannt, von 1973 bis 1976 war er Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
  • nach 1976 arbeitete Tübke wieder freischaffend, bereiste viele Länder Europas, diesseits wie jenseits des Eisernen Vorhanges, wobei Italien immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
  • 1976 begann er mit der Arbeit an seinem Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen.
  • 1977 nahm er an der Documenta teil, wurde in West und Ost vielfach ausgezeichnet
  • im Dezember 2003 übergibt er sein gesamtes persönliches Schriftgut an das Archiv für Bildende Kunst des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
  • Werner Tübke verstarb am 27. Mai 2004 in Leipzig.
  • Tübke war seit 1976 in dritter Ehe mit der Rechtsanwältin Brigitte Tübke-Schellenberger verheiratet.
  • Das Œuvre Werner Tübkes umfasst ca. 6000 Zeichnungen, etwa 500 Aquarelle, 350 Gemälde (Öl, Tempera, Mischtechnik) und mehr als 200 Druckgraphiken (zumeist Lithographien, aber auch Radierungen und Holzschnitte, letztere aus der Frühzeit). Im Werk dominiert das Menschenbild (Historien- und Zeitdarstellungen, Porträts, Akte, Sinnbilder, Harlekinaden, christliche Motive, Mythologisches); Landschaften sind vorrangig im Aquarell ausgeführt.
  • Tübke war einer der bedeutendsten Maler der DDR und gehörte mit Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Heinz Zander zur Leipziger Schule. Das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen macht Werner Tübke in weiten Bevölkerungsgruppen sehr populär.